Landesverband für Amphibien- und Reptilien-Schutz in Bayern e.V.

Sumpfschildkröte, Feuersalamander, Ringelnatter, Springfrosch, Zauneidechse

Artenschutz durch Flächensicherung — vom LARS betreute Grundstücke

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang vieler Arten (Tiere, Pflanzen und Pilze) ist der Verlust an für sie geeigneten Lebensräumen. Der Schutz ge­fährdeter Arten erfordert daher in erster Linie die Sicherung ihrer Biotope.

Der LARS engagiert sich im NSG und FFH-Gebiet „Donauleiten von Passau bis Jochenstein“ auf zwei Teilflächen. Eine Fläche wurde vom LARS e.V. käuflich erworben, eine zweite gepachtet.

Lage der beiden vom LARS e.V. betreuten Grundstücke
Lage der beiden vom LARS e.V. betreuten Grundstücke bei Jochenstein

Die Donauleiten sind insbesondere bekannt durch das Vorkommen von
interner Link Äskulapnatter und interner Link Östlicher Smaragdeidechse. Weitere Reptilien­arten sind Schlingnatter, Ringelnatter, Zauneidechse, Blindschleiche und die ange­siedelte Mauereidechse. Die Amphibien sind durch Erdkröte, Grasfrosch, Springfrosch, Seefrosch, Laubfrosch, Gelbbauchunke, Teich- und Bergmolch und Feuer­salamander vertreten.

Durch die Vorkommen und Bestandsgrößen von Äskulapnatter und Östlicher Smaragdeidechse als in der BRD und Bayern vom Aussterben bedrohten Arten sowie durch Artenkonstellation und Artenvielfalt der Herpetofauna insgesamt sind die Donauleiten naturschutzfachlich von nationaler Bedeutung.



 


Text und Fotos: Büro für Landschaftsökologie Otto Aßmann
Karte: Th. Dürst
letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2013


Äskulapnatter — in Bayern nur an wenigen Stellen in Südost­bayern vorkommend.


Östliche Smaragdeidechse — Ihr einziges bayerisches Vorkommen liegt im Donauraum zwischen Passau und der österreichischen Grenze.