Landesverband für Amphibien- und Reptilien-Schutz in Bayern e.V.

Sumpfschildkröte, Feuersalamander, Ringelnatter, Springfrosch, Zauneidechse

Bestimmungshilfe Amphibien: Salamander und Molche

Tiere mit vier Beinen und Schwanz; Haut glatt oder gerippt, ohne Warzen und ohne Schuppen.

Hinweis:
Es sind nur Merkmale genannt, die die jeweiligen Arten von anderen in Bayern heimischen Arten trennen.
In Gebieten außerhalb Bayerns sind Verwechslungen mit anderen dort vorkommenden Arten möglich.

Folgende Arten sind nicht berücksichtigt (in Bayern nicht heimisch; Vorkommen in Bayern beruhen auf Aussetzung):

  • Alpen-Kammmolch:
    nur ein Vorkommen in einem Gewässerkomplex östlich von München; Aussetzung 1990 oder 1991.
  • Karpaten-Molch:
    Aussetzung 1901 an einem Gewässer im Bayerischen Wald. Ob aktuell noch Vorkommen existieren, ist unklar.

Weitere Informationen zu den Arten finden Sie bei den Artbeschreibungen (zur Artbeschreibung Übersicht).

Familie Echte Salamander und Molche
Salamander
Schwanz im Querschnitt rundlich; hinter den Augen große Ohrdrüsen.
Meist (Feuersalamander) bzw. immer (Alpensalamander) außerhalb des Wassers anzutreffen.

Feuersalamander (Foto: Th. Dürst)
Grundfarbe schwarz mit gelben, sehr selten auch orangefarbigen Flecken oder Streifen.

Verwechslungsmöglichkeiten: keine


zur Artbeschreibung Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Alpensalamander (Foto: E. Andrä)
Ohne jede Zeichnung; Oberseits schwarz, Bauch grau. In Bayern nur im Alpen­raum vorkommend.

Verwechslungsmöglichkeiten:
Bergmolche in Landtracht; Bergmolche besitzen allerdings oberseits immer eine (manchmal sehr dunkle) Zeichnung sowie einen orange gefärbten Bauch.
Kammmolch; bei diesen ist der Bauch gelborange gefärbt mit dunklen Flecken.
Molche besitzen im Gegensatz zum Alpen­salamander weder Furchen an den Körperseiten noch Ohrdrüsen.


zur Artbeschreibung Alpensalamander (Salamandra atra)
Molche
Schwanz seitlich stark abgeplattet, hinter den Augen keine Ohrdrüsen.
Während der Laichzeit im Wasser, dann intensiver und auffälliger gefärbt, Männchen mit Kamm oder Hautleiste auf dem Rücken (Wassertracht). Außerhalb der Laichzeit im Wasser oder an Land, unscheinbarer gefärbt, Männchen ohne Kamm (Landtracht).
Vor allem an Land sehr versteckt lebend.

Bauchseite Kammmolch-Männchen


Kammmolch-Männchen in Wassertracht


Kammmolch-Weibchen
(Fotos: A. Zahn)
Bauch orangegelb mit ausgeprägten dunklen Flecken (Bild links).
Zur Laichzeit Männchen mit gezacktem Kamm (Bild links Mitte), dieser auf Höhe des Schwanzansatzes unter­brochen (bei den anderen Molcharten durchgehend und nicht gezackt, mitunter aber gewellt).

Verwechslungsmöglichkeiten:
andere Molcharten (siehe unten).


zur Artbeschreibung Kammmolch (Triturus cristatus)


Bergmolch; Männchen (Fotos: A. Zahn)
Bauch und Kehle kräftig orange gefärbt (Bild oben); Bauch ohne Flecken, Kehle meist ohne, manchmal mit Flecken.
Männchen während der Laichzeit oberseits blau und braun, mit dunklen Flecken (Bild unten). Außerhalb der Laichzeit weniger auffallend gefärbt, oft sehr dunkel, Zeichnung manchmal nur bei genauerem Hinsehen erkennbar.
Weibchen ähnlich, aber mit weniger Blau-Anteil, manch­mal auch nur braun oder braun/olivgrün gefärbt (marmoriert).

Verwechslungsmöglichkeiten:
andere Molcharten (siehe dort).
In Landtracht auch mit dem Alpensalamander; dieser ist aber am Bauch grau gefärbt und besitzt Furchen an den Körperseiten sowie große Ohrdrüsen hinter den Augen.


zur Artbeschreibung Bergmolch (Ichthyosaura alpestris)

Teichmolch, Bauchseite Männchen (links) und Weibchen (rechts) (Fotos: A. Zahn)


Teichmolch, Männchen in Wassertracht (Foto: A. Zahn)
Bauch weißlich, nur in der Mitte hellgelb-orange gefärbt; Bauch und Kehlbereich mit dunklen Punkten (Weibchen) oder größeren Flecken (Männchen). Flanken und Ober­seite hell- bis dunkel­braun; Männchen kräftig, Weib­chen meist weniger intensiv (manchmal auch gar nicht) gepunktet; Kopfseiten mit dunklen Streifen. Männchen zur Laichzeit mit gewelltem (nicht gezackten) Kamm.

Verwechslungsmöglichkeiten:
andere Molcharten, insbesondere mit dem Faden­molch, besonders die Weibchen (der Fadenmolch kommt nur in Nordbayern vor).


zur Artbeschreibung Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

Fadenmolch (Foto: A. Zahn)
Kehle in der Regel (aber nicht immer) ohne Flecken; Flecken auf dem Bauch meist kleiner als beim Teichmolch.
Insgesamt dem Teichmolch sehr ähnlich; Männchen während der Laichzeit von diesem durch die faden­förmige Schwanzspitze und die nicht gewellte Hautleiste auf der Rückenmitte zu unter­scheiden.
In Bayern nur im Norden vorkommend.

Verwechslungsmöglichkeiten:
andere Molcharten, insbesondere mit dem Teichmolch.

Bestimmungshilfe zur Unterscheidung der Weibchen von Teich- und Fadenmolch:
externer Link Rundbrief zur Herpetofauna Nr. 28 des Arbeitskreises Amphibien und Reptilien NRW


zur Artbeschreibung Fadenmolch (Lissotriton helveticus)

Text: Th. Dürst, mit Ergänzungen von F. Glaw, H.-J. Gruber und A. Zahn
Bild links: Alpensalamander (Foto: E. Andrä)
letzte Aktualisierung: 10. Februar 2012